Mit EFCIC verstehen wir unter fc heute ein zweistufiges Vorgehen:
1. Stufe
- In der ersten Stufe wird mit den NutzerInnen eine autonome Zeigehandlung auf Zeichen aufgebaut, die sie lernen in Interaktionen in verschiedene Alltagssituationen einzusetzen, um einem Gegenüber etwas mitzuteilen, also eine Kommunikationshandlung zu vollziehen. Damit dies gelingen kann, müssen einerseits auch Basis-Interaktionskompetenzen erarbeitet und geübt werden, z.B.
- geteilte Aufmerksamkeit, geteilte Intentionalität, Aufmerksamkeitslenkung, Beobachten von Handlungen anderer und Handlungsabläufen in der Interaktion, turn-taking, Mitteilungsverhalten oder kooperatives Handeln. Für die Bewältigung all dieser Fertigkeiten wie auch der Zeigehandlung an sich bestehen koordinative Anforderungen. Ein zentraler Teil des Trainings auf dieser Stufe bezieht sich deshalb auf die Förderung der Fähigkeit für
- intra- und interpersonelle Koordination der Nutzer, speziell die Koordination von Blick- und Bewegungsverhalten und körperlicher Orientierung. Der Hauptteil der Hilfestellungen, die dem Nutzer vom jeweiligen Gegenüber gegeben wird, damit dieser eine kommunikative Zeigehandlung ausführen kann, besteht denn auch aus anfangs oft intensiven Koordinationshilfen, was in vielen Fällen dazu führt, dass ein Nutzer seine Zeigehandlung von Anfang an physisch selbständig ausführen kann.
Diese Fokussierung auf interaktionale und koordinative Aspekte als Basis für Kommunikation und kommunikatives Zeigen spiegelt sich auch im Namen des Programmes wieder: EFCIC (effective communication through interactional coordination). Andererseits ist es nötig, einen Wortschatz aufzubauen, der den Interaktionspartnern in Bedeutung und Anwendung gemeinsam ist.
- Dies geschieht nach dem sogenannten ‚usage-based acquisition model‘ (UBAM). Das heisst, der Aufbau wird zwar in Übungssequenzen mit sogenannter ‚Wortfeldarbeit‘ unterstützt. Der entscheidende Teil dieser Aneignung durch die Nutzer findet jedoch in den Alltagsinteraktionen selber direkt statt in möglichst häufigen und vielfältigen Gebrauchsereignissen, einerseits durch das Modellverhalten der jeweiligen Interaktionspartner, andererseits durch eigenes, übendes Verwenden des Wortschatzes durch die NutzerInnen.
- Ziel in den Stufen 1 und 2 des EFCIC-Programmes ist der Aufbau und die aktive Anwendung eines Grundwortschatzes von ca. 1000 Begriffen, in Form von Symbolen und geschriebenen Wörtern und Phrasen. Dieser besteht zu einem grossen Teil aus sogenanntem Kernwortschatz, über alle syntaktischen Kategorien verteilt. In Stufe 1 des Programmes wird ein Teil des Zielwortschatzes erarbeitet, der in Form eines Kommunikationsbuches/einer Kommunikationsmappe und/oder elektronischer Hilfsmittel präsentiert und angetippt wird. Für Fälle, wo kein adäquates Hilfsmittel zur Verfügung steht, hat das IFC inzwischen ein entsprechend qualitativ gutes und praktisches Kommunikationsbuch ausgearbeitet.

