Häufige Fragen zur gestützten Kommunikation (fc)
Eing Empfehlung zum Umgang mit gestützter Kommunikation finden sie unter folgendem Link http://www.fc-netz.de/pdf/empfehlungen.pdf
Was ist fc?
Die gestützte Kommunikation (facilitated communication, abgekürzt durch fc') gehört ins Methodenspektrum der alternativen Kommunikationsformen (unterstützte Kommunikation, abgekürzt durch UK), die alle Methoden umfassen, welche die Lautsprache ergänzen oder ersetzen. Fc besteht in einer physischen, verbalen sowie einer emotionalen Stütze, die eine Stützperson einem fc-Nutzer gibt, damit dieser gezielt auf Gegenstände, Bilder, Symbole, Wörter, Phrasen oder Buchstaben zeigen kann, um zu kommunizieren. Das Ziel von fc ist es, mit dem fc-Nutzer möglichst differenzierte, effiziente, und unabhängige Äusserungsmöglichkeiten zu erreichen sowie eine möglichst unabhängige Benutzung eines passenden Kommunikationsgerätes.
Warum braucht es die Stütze?
Fc-Nutzer haben Schwierigkeiten, gezielte Bewegungsabläufe zu planen, auszuführen und/oder zu kontrollieren. Das gilt für bestimmte Alltagshandlungen wie auch für das Zeigen zu kommunikativen Zwecken. Nicht das Verstehen, Wissen, Denken oder Wollen ist in erster Linie beeinträchtigt, sondern deren Umsetzung in Handlung. Als verantwortlich dafür werden vor allem neuromotorische Schwierigkeiten im Bereich der so genannten executive functions' des Gehirns sowie Probleme bei der Konzentration und der Lenkung der Aufmerksamkeit angenommen. Die verschiedenen Stützen überbrücken diese Schwierigkeiten anfangs, um dann mit dem fc-Training daran zu arbeiten, sie zu vermindern. Das Training beinhaltet auch einen gezielten Aufbau der Kommunikation, um alltagstaugliche und möglichst differenzierte Äusserungen zu ermöglichen.
Was ist der Unterschied zwischen gestützter und unterstützter Kommunikation?
Unterstützte Kommunikation (UK) ist die Bezeichnung für den gesamten Bereich der alternativen Kommunikationsmethoden (s.o.). Die gestützte Kommunikation (fc) ist ein Teilbereich davon. Die eingesetzten Materialien und Kommunikationsgeräte sind dieselben. Bei fc werden diese einfach mit Stütze eingesetzt. Auch werden häufig verschiedene andere Methoden der UK mit fc kombiniert verwendet.
Wer sind die fc-Nutzer?
Menschen mit einer schweren Kommunikationsstörung und den erwähnten neuromotorischen Problemen, darunter u.a. Menschen mit autistischem Syndrom, Down-Syndrom, Rhett-Syndrom, geistiger Behinderung, Cerebralparese. Es gibt auch erste Erfahrungen mit Menschen mit bestimmten Hirnverletzungen oder Demenzen. Es gibt nach unten und oben keine Altersbeschränkung. Es ist keine Voraussetzung für fc, dass jemand lesen und/oder schreiben kann, da auch auf Bilder oder Gegenstände gezeigt werden kann.
Können fc-Nutzer lernen, unabhängig von der Stütze zu kommunizieren?
Ja. Zumindest für eine unabhängige Kommunikation ohne physische Stütze gibt es inzwischen vor allem in Italien und Deutschland viele Beispiele. Da man in der Schweiz erst seit Mitte der 90er Jahre von fc weiss, hinkt die Entwicklung hier noch etwas hinterher.
Wie lange dauert es, bis ein fc-Nutzer ohne Stütze kommunizieren kann?
Das lässt sich nicht generell sagen, da es entscheidend von der Kompetenz der Stützpersonen, der Intensität des Trainings sowie der Ausgangssituation zu Beginn des Trainings abhängt. Der Prozess dauert jedoch in aller Regel mehrere Jahre.
Woher kommt fc und wo wird es heute praktiziert?
Die Methode kommt ursprünglich aus Australien von der Sprachtherapeutin Rosemary Crossley und der cerebral-behinderten Anne McDonald, die es in den 80er Jahren für sich entdeckten. Seither wird fc ständig in verschiedenen Ländern weiterentwickelt. Es kam in den 90er Jahren über die USA nach Deutschland und in die Schweiz. Heute wird es auch in vielen anderen Ländern Europas praktiziert, z.B. Italien, England oder Österreich.
Was braucht es, um Stützperson zu werden?
Die Erfahrung zeigt, dass es absolut notwendig ist, sich fundiert mit fc auseinanderzusetzen, um kompetent stützen zu lernen. Es gibt viele Gefahren, durch Unkenntnis und mangelndes Bewusstsein die fc-Nutzer über Gebühr zu beeinflussen bis hin zur Manipulation. Ein Wochenend-Seminar reicht für die Ausbildung als Stützperson bei weitem nicht aus. Es braucht eine regelmässige Begleitung und Beratung in der eigenen Praxis mit fc durch erfahrene und kompetente fc-Stützer über eine gewisse Zeit, um sich die grundsätzlichsten Fertigkeiten und Kenntnisse anzueignen. Auch danach ist stetige Weiterbildung Pflicht, da sich die Methode immer weiter entwickelt und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Eine bestimmte vorgängige Ausbildung ist keine Voraussetzung, um stützen zu lernen. Es ist für Stützpersonen jedoch notwendig, sich vertieft mit allen Fragestellungen zu befassen, die eine Kommunikation und ein Unabhängigkeitstraining unter derart erschwerten Bedingungen mit sich bringen. Gerade auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten ist Pflicht.
Wer bietet Beratung und Weiterbildung im Bereich fc in der Deutschschweiz an?
Eing Empfehlung zum Umgang mit gestützter Kommunikation finden sie unter folgendem Link http://www.fc-netz.de/pdf/empfehlungen.pdf
Was ist fc?
Die gestützte Kommunikation (facilitated communication, abgekürzt durch fc') gehört ins Methodenspektrum der alternativen Kommunikationsformen (unterstützte Kommunikation, abgekürzt durch UK), die alle Methoden umfassen, welche die Lautsprache ergänzen oder ersetzen. Fc besteht in einer physischen, verbalen sowie einer emotionalen Stütze, die eine Stützperson einem fc-Nutzer gibt, damit dieser gezielt auf Gegenstände, Bilder, Symbole, Wörter, Phrasen oder Buchstaben zeigen kann, um zu kommunizieren. Das Ziel von fc ist es, mit dem fc-Nutzer möglichst differenzierte, effiziente, und unabhängige Äusserungsmöglichkeiten zu erreichen sowie eine möglichst unabhängige Benutzung eines passenden Kommunikationsgerätes.
Warum braucht es die Stütze?
Fc-Nutzer haben Schwierigkeiten, gezielte Bewegungsabläufe zu planen, auszuführen und/oder zu kontrollieren. Das gilt für bestimmte Alltagshandlungen wie auch für das Zeigen zu kommunikativen Zwecken. Nicht das Verstehen, Wissen, Denken oder Wollen ist in erster Linie beeinträchtigt, sondern deren Umsetzung in Handlung. Als verantwortlich dafür werden vor allem neuromotorische Schwierigkeiten im Bereich der so genannten executive functions' des Gehirns sowie Probleme bei der Konzentration und der Lenkung der Aufmerksamkeit angenommen. Die verschiedenen Stützen überbrücken diese Schwierigkeiten anfangs, um dann mit dem fc-Training daran zu arbeiten, sie zu vermindern. Das Training beinhaltet auch einen gezielten Aufbau der Kommunikation, um alltagstaugliche und möglichst differenzierte Äusserungen zu ermöglichen.
Was ist der Unterschied zwischen gestützter und unterstützter Kommunikation?
Unterstützte Kommunikation (UK) ist die Bezeichnung für den gesamten Bereich der alternativen Kommunikationsmethoden (s.o.). Die gestützte Kommunikation (fc) ist ein Teilbereich davon. Die eingesetzten Materialien und Kommunikationsgeräte sind dieselben. Bei fc werden diese einfach mit Stütze eingesetzt. Auch werden häufig verschiedene andere Methoden der UK mit fc kombiniert verwendet.
Wer sind die fc-Nutzer?
Menschen mit einer schweren Kommunikationsstörung und den erwähnten neuromotorischen Problemen, darunter u.a. Menschen mit autistischem Syndrom, Down-Syndrom, Rhett-Syndrom, geistiger Behinderung, Cerebralparese. Es gibt auch erste Erfahrungen mit Menschen mit bestimmten Hirnverletzungen oder Demenzen. Es gibt nach unten und oben keine Altersbeschränkung. Es ist keine Voraussetzung für fc, dass jemand lesen und/oder schreiben kann, da auch auf Bilder oder Gegenstände gezeigt werden kann.
Können fc-Nutzer lernen, unabhängig von der Stütze zu kommunizieren?
Ja. Zumindest für eine unabhängige Kommunikation ohne physische Stütze gibt es inzwischen vor allem in Italien und Deutschland viele Beispiele. Da man in der Schweiz erst seit Mitte der 90er Jahre von fc weiss, hinkt die Entwicklung hier noch etwas hinterher.
Wie lange dauert es, bis ein fc-Nutzer ohne Stütze kommunizieren kann?
Das lässt sich nicht generell sagen, da es entscheidend von der Kompetenz der Stützpersonen, der Intensität des Trainings sowie der Ausgangssituation zu Beginn des Trainings abhängt. Der Prozess dauert jedoch in aller Regel mehrere Jahre.
Woher kommt fc und wo wird es heute praktiziert?
Die Methode kommt ursprünglich aus Australien von der Sprachtherapeutin Rosemary Crossley und der cerebral-behinderten Anne McDonald, die es in den 80er Jahren für sich entdeckten. Seither wird fc ständig in verschiedenen Ländern weiterentwickelt. Es kam in den 90er Jahren über die USA nach Deutschland und in die Schweiz. Heute wird es auch in vielen anderen Ländern Europas praktiziert, z.B. Italien, England oder Österreich.
Was braucht es, um Stützperson zu werden?
Die Erfahrung zeigt, dass es absolut notwendig ist, sich fundiert mit fc auseinanderzusetzen, um kompetent stützen zu lernen. Es gibt viele Gefahren, durch Unkenntnis und mangelndes Bewusstsein die fc-Nutzer über Gebühr zu beeinflussen bis hin zur Manipulation. Ein Wochenend-Seminar reicht für die Ausbildung als Stützperson bei weitem nicht aus. Es braucht eine regelmässige Begleitung und Beratung in der eigenen Praxis mit fc durch erfahrene und kompetente fc-Stützer über eine gewisse Zeit, um sich die grundsätzlichsten Fertigkeiten und Kenntnisse anzueignen. Auch danach ist stetige Weiterbildung Pflicht, da sich die Methode immer weiter entwickelt und neue Erkenntnisse gewonnen werden. Eine bestimmte vorgängige Ausbildung ist keine Voraussetzung, um stützen zu lernen. Es ist für Stützpersonen jedoch notwendig, sich vertieft mit allen Fragestellungen zu befassen, die eine Kommunikation und ein Unabhängigkeitstraining unter derart erschwerten Bedingungen mit sich bringen. Gerade auch die Auseinandersetzung mit dem eigenen Kommunikationsverhalten ist Pflicht.
Wer bietet Beratung und Weiterbildung im Bereich fc in der Deutschschweiz an?
| IFC Region Bern | IFC Region Nordwestschweiz | Zentrum für gestützte Kommunikation |
| Thekla Huber | Andrea Alfaré | Béa Kaufmann |
| Dorfmattweg 34 | Sennhofweg 20b | Riedhofstrasse 9 |
| 3110 Münsingen | 4310 Rheinfelden | 8049 Zürich |
| Tel: +41 (0)79 702 60 82 | Tel: +41 (0)61 833 73 83 | Tel.: +41 (0) 44 401 27 17 |
| Fax: +41 (0)61 833 73 85 | ||
| huber@ifc.ch | alfare@ifc.ch | fc-zentrum@gmx.ch |
