Was ist efcic (Effective Communication through Interactional Coordination)?
Seit einigen Jahren entwickelten sich in verschiedenen Ländern relativ unbemerkt und unbeachtet aus den Erfahrungen mit fc heraus neue Ansätze und andere Vorgehensweisen der Förderung des autonomen kommunikativen Zeigens und des Schriftaufbaus mit Menschen mit eingeschränkter Lautsprache und kognitiven Beeinträchtigungen. So auch das efcic-Programm.
Efcic ist ein kognitiv-interaktionistisches Förderprogramm, das den Aufbau des kommunikativen Zeigens in der Interaktion im Zentrum hat, aber umfassend ansetzt bei Handlungs-, Kommunikations- und Sprachfertigkeiten sowie sozial-kooperativen Fertigkeiten innerhalb und durch Interaktion. Bei der Förderung stehen ganz stark die Schulung der Aufmerksamkeit und der intra- und interpersonellen Koordination im Vordergrund, wofür das Konzept der ‚kooperativen Koordination‘ erarbeitet wurde. Dieses Konzept entwickelte sich aus der Forschungsarbeit von Alfaré (siehe z.B. Alfaré, A. (2010). Kokonstruktion von A-Z, in: A. Alfaré, T. Huber, et. al.. fc – Forschung und Praxis im Dialog. Von Loeper) und aus entsprechenden empirischen Resultaten aus der praktischen Arbeit. Kooperative Koordination stellt den Rahmen dar, der die Hilfestellungen fasst, die eingesetzt werden, sei dies beim Erreichen einer autonomen, kommunikativen Zeigehandlung oder bei anderen (Interaktions-)Handlungen und beim Wahrnehmungshandeln. Die Koordinationshilfen in Bezug auf die Ausführung von Zeigehandlungen führen dazu, dass ein Nutzer/eine Nutzerin die Zeigebewegung an sich meist von Anfang an ohne Berührung durch eine Hilfsperson während der Bewegung gezielt ausführen kann. Dies stellt einen grossen Vorteil gegenüber der ‚gestützten Kommunikation‘ dar.
Die Vorgehensweise von efcic, was die Förderung kommunikativ-sprachlicher Fertigkeiten angeht orientieren sich stark an der Methodologie der Konversationsanalyse und an sogenannten ‚usage-based‘-Spracherwerbsmodellen. Das führt dazu, dass die Nutzer nicht nur als koordinierter, gezielter Bewegungsablauf handeln, sondern auch von Anfang an kommunikativ handeln. Zuerst lernen sie, einteilige kommunikative Zeigehandlungen im Alltag auszuführen um, jemandem etwas mitzuteilen – ‚1-Wort-Sätze‘ – dann lernen sie, mehrteilige Handlungen für Mitteilungen zu nutzen – Mehrwortsätze und buchstabierendes Schreiben – und Äusserungen zu syntaktisieren. Da der Kommunikations- und Sprachaufbau hauptsächlich direkt innerhalb und durch natürliche, alltägliche Interaktionssituationen stattfindet und die Nutzer sich auch hauptsächlich in diesen Situationen zurechtfinden und äussern müssen, sind die bevorzugten Hilfsmittel differenziert ausbaubare, syntaktisch angeordnete Kommunikationsordner mit einem Zielwortschatz von wenigstens 1500 Begriffen (z.B. JAZZ) und entsprechende elektronische Geräte mit syntaktischen Strategien, bei denen die Äusserungen durch Antippen und Zusammensetzen von Begriffen gemacht werden können. So kann im Alltag die nötige Geschwindigkeit von Äusserungen erreicht werden, die es erlaubt, in allen Alltagssituationen und Umfeldern sich auch tatsächlich kommunikativ zu beteiligen. Buchstabierendes Schreiben wird zusätzlich aufgebaut, damit die Nutzer es zur Verfügung haben für die Aktivitäten, in denen Schriftlichkeit hilfreich ist.
Grafische Übersicht zu den Förderschwerpunkten von EFCIC:
Mit efcic verstehen wir unter fc heute ein zweistufiges Vorgehen:
Seit einigen Jahren entwickelten sich in verschiedenen Ländern relativ unbemerkt und unbeachtet aus den Erfahrungen mit fc heraus neue Ansätze und andere Vorgehensweisen der Förderung des autonomen kommunikativen Zeigens und des Schriftaufbaus mit Menschen mit eingeschränkter Lautsprache und kognitiven Beeinträchtigungen. So auch das efcic-Programm.
Efcic ist ein kognitiv-interaktionistisches Förderprogramm, das den Aufbau des kommunikativen Zeigens in der Interaktion im Zentrum hat, aber umfassend ansetzt bei Handlungs-, Kommunikations- und Sprachfertigkeiten sowie sozial-kooperativen Fertigkeiten innerhalb und durch Interaktion. Bei der Förderung stehen ganz stark die Schulung der Aufmerksamkeit und der intra- und interpersonellen Koordination im Vordergrund, wofür das Konzept der ‚kooperativen Koordination‘ erarbeitet wurde. Dieses Konzept entwickelte sich aus der Forschungsarbeit von Alfaré (siehe z.B. Alfaré, A. (2010). Kokonstruktion von A-Z, in: A. Alfaré, T. Huber, et. al.. fc – Forschung und Praxis im Dialog. Von Loeper) und aus entsprechenden empirischen Resultaten aus der praktischen Arbeit. Kooperative Koordination stellt den Rahmen dar, der die Hilfestellungen fasst, die eingesetzt werden, sei dies beim Erreichen einer autonomen, kommunikativen Zeigehandlung oder bei anderen (Interaktions-)Handlungen und beim Wahrnehmungshandeln. Die Koordinationshilfen in Bezug auf die Ausführung von Zeigehandlungen führen dazu, dass ein Nutzer/eine Nutzerin die Zeigebewegung an sich meist von Anfang an ohne Berührung durch eine Hilfsperson während der Bewegung gezielt ausführen kann. Dies stellt einen grossen Vorteil gegenüber der ‚gestützten Kommunikation‘ dar.
Die Vorgehensweise von efcic, was die Förderung kommunikativ-sprachlicher Fertigkeiten angeht orientieren sich stark an der Methodologie der Konversationsanalyse und an sogenannten ‚usage-based‘-Spracherwerbsmodellen. Das führt dazu, dass die Nutzer nicht nur als koordinierter, gezielter Bewegungsablauf handeln, sondern auch von Anfang an kommunikativ handeln. Zuerst lernen sie, einteilige kommunikative Zeigehandlungen im Alltag auszuführen um, jemandem etwas mitzuteilen – ‚1-Wort-Sätze‘ – dann lernen sie, mehrteilige Handlungen für Mitteilungen zu nutzen – Mehrwortsätze und buchstabierendes Schreiben – und Äusserungen zu syntaktisieren. Da der Kommunikations- und Sprachaufbau hauptsächlich direkt innerhalb und durch natürliche, alltägliche Interaktionssituationen stattfindet und die Nutzer sich auch hauptsächlich in diesen Situationen zurechtfinden und äussern müssen, sind die bevorzugten Hilfsmittel differenziert ausbaubare, syntaktisch angeordnete Kommunikationsordner mit einem Zielwortschatz von wenigstens 1500 Begriffen (z.B. JAZZ) und entsprechende elektronische Geräte mit syntaktischen Strategien, bei denen die Äusserungen durch Antippen und Zusammensetzen von Begriffen gemacht werden können. So kann im Alltag die nötige Geschwindigkeit von Äusserungen erreicht werden, die es erlaubt, in allen Alltagssituationen und Umfeldern sich auch tatsächlich kommunikativ zu beteiligen. Buchstabierendes Schreiben wird zusätzlich aufgebaut, damit die Nutzer es zur Verfügung haben für die Aktivitäten, in denen Schriftlichkeit hilfreich ist.
Grafische Übersicht zu den Förderschwerpunkten von EFCIC:
Mit efcic verstehen wir unter fc heute ein zweistufiges Vorgehen:
- In der ersten Stufe wird mit den NutzerInnen eine autonome Zeigehandlung auf Zeichen aufgebaut, die sie lernen in Interaktionen in verschiedene Alltagssituationen einzusetzen, um einem Gegenüber etwas mitzuteilen, also eine Kommunikationshandlung zu vollziehen. Damit dies gelingen kann, müssen einerseits auch Basis-Interaktionskompetenzen erarbeitet und geübt werden, z.B.
- geteilte Aufmerksamkeit, geteilte Intentionalität, Aufmerksamkeitslenkung, Beobachten von Handlungen anderer und Handlungsabläufen in der Interaktion, turn-taking, Mitteilungsverhalten oder kooperatives Handeln. Für die Bewältigung all dieser Fertigkeiten wie auch der Zeigehandlung an sich bestehen koordinative Anforderungen. Ein zentraler Teil des Trainings auf dieser Stufe bezieht sich deshalb auf die Förderung der Fähigkeit für
- intra- und interpersonelle Koordination der Nutzer, speziell die Koordination von Blick- und Bewegungsverhalten und körperlicher Orientierung. Der Hauptteil der Hilfestellungen, die dem Nutzer vom jeweiligen Gegenüber gegeben wird, damit dieser eine kommunikative Zeigehandlung ausführen kann, besteht denn auch aus anfangs oft intensiven Koordinationshilfen, was in vielen Fällen dazu führt, dass ein Nutzer seine Zeigehandlung von Anfang an physisch selbständig ausführen kann.
- Dies geschieht nach dem sogenannten ‚usage-based acquisition model‘ (UBAM). Das heisst, der Aufbau wird zwar in Übungssequenzen mit sogenannter ‚Wortfeldarbeit‘ unterstützt. Der entscheidende Teil dieser Aneignung durch die Nutzer findet jedoch in den Alltagsinteraktionen selber direkt statt in möglichst häufigen und vielfältigen Gebrauchsereignissen, einerseits durch das Modellverhalten der jeweiligen Interaktionspartner, andererseits durch eigenes, übendes Verwenden des Wortschatzes durch die NutzerInnen.
- Ziel in den Stufen 1 und 2 des efcic-Programmes ist der Aufbau und die aktive Anwendung eines Grundwortschatzes von ca. 1000 Begriffen, in Form von Symbolen und geschriebenen Wörtern und Phrasen. Dieser besteht zu einem grossen Teil aus sogenanntem Kernwortschatz, über alle syntaktischen Kategorien verteilt. In Stufe 1 des Programmes wird ein Teil des Zielwortschatzes erarbeitet, der in Form eines Kommunikationsbuches/einer Kommunikationsmappe und/oder elektronischer Hilfsmittel präsentiert und angetippt wird. Für Fälle, wo kein adäquates Hilfsmittel zur Verfügung steht, hat das IFC inzwischen ein entsprechend qualitativ gutes und praktisches Kommunikationsbuch (JAZZ) ausgearbeitet.
